Gran Fondo Strade Bianche
Erfolgreicher Saisonstart für RTG in Italien!
| Siena (ITA), am 16. März, von Brunni |
Am Sonntag, den 9. März 2025 stand das erste Straßenrennen des Jahres für die Radsportler des TSV Gaimersheim im Kalender: Der “Gran Fondo Strade Bianche” im italienischen Siena. 6500 Rennfahrer waren dabei. Unter ihnen die italienischen ex-Profi-Weltmeister Paolo Bettini (Salzburg 2006, Stuttgart 2007), Alessandro Ballan (Varese 2008) und Maurizio Fondriest (Ronse 1988), sowie Pippo Pozatto.
Siena in der Toskana ist Heimat der Rocksängerin Gianna Nannini („Un Estate Italiana“, „Bello e Impossibile“) und ihres Bruder Alessandro Nannini, ex-Rennfahrer in der Formel 1 und DTM (Alfa Romeo 155). Zahlreiche Restaurants und Cafes in Sienas Zentrum sind im Familienbesitz.
Der Gran Fondo
RTG war bereits das fünfte Mal auf den weißen Straßen in der Toskana am Start, diesmal mit Thomas Brunnegger. Über 138km waren 42km auf Schotter, verteilt auf 10 Sektoren zu bewältigen, zudem waren noch rund 2500 Höhenmeter zu überwinden.
Die Schottersektoren (Settori Sterrati)
1 -Vidritta, 2.1km
2 – Bagnaia, 5.8km
3 – Radi, 4.4km
4 - La Piana, 6.4km
5 – Serravalle, 9.3km
6 - San Martino in Grania, 9.5km
7 – Guistrigona, 1.1km
8 – Monteaperti, 0.8km
9 – Colle Pinzuto, 2.4km
10 – Le Tolfe, 1,1km
Den Sektor “Monte Santa Marie” über 11.5km mussten wir zum Glück nicht fahren. Der ist lang und hat viele sehr steile Rampen bergauf und bergab. Hier gab es in den letzten Jahren die Attacken von Pidcock (2023) und Pogacar (2024).
Das Wetter war für einen Frühjahrsklassiker top: trocken bei angenehmen Temperaturen bis 18 Grad. Die Schotterabschnitte war diesmal sehr staubig und mit losem Schotter.
Am Ende konnte Brunni nach dem letzten Sekotor “Le Tolfe” auch die finale Wand “Via Santa Caterina” mit 18% Steigung erfolgreich meistern. Die beeindruckende Kulisse im Ziel am Piazza del Campo in Siena war die Belohnung für die Anstrengungen. Mit einer offiziellen Zeit von 4h 46min belegte er Platz 942 Gesamt (Platz 105 in der Klasse).
Stimmen nach dem Rennen
Brunni
„Das war heute echt schwer, war das vierte Mal hier, aber es ist immer wieder eine neue Herausforderung, aber zum Glück bin ich sturz- und defektfrei durchgekommen. Das Highlight ist auf alle Fälle der Zieleinlauf auf dem Piazza del Campo. Das gibt es nur einmal.
Vielen Dank an Alexander (aristoteles_eisner), für die tollen Fotos und das Anfeuern an der Santa Caterina!”
Die Profirennen
Am Samstag, den 8. März wurden die Profirennen ausgetragen. Bei den Frauen siegte Demi Vollering (FDJ) nach 138km vor Anna van der Breggen (SD-Worx) und Pauline Ferrand-Prevot (Visma). Die Strecke der Frauen war dem Gran Fondo sehr ähnlich.
Bei den Männern gewann der Slowenische Weltmeister Tadej Pogacar (Team UAE) ein episches Rennen nach 213km (mit mehr als 4000 Höhenmetern) trotz Sturz das dritte Mal solo nach 2022 und 2024. Auf Platz 2 der Britische Olympiasieger Tom Pidcock (Team Q36.5), Dritter Pogis Teamkollege Tim Wellens. Nach Pogis Sturz wartete Pidcock auf ihn, Pogi gab Pidcock eine Trinkflasche um ihn beim zweiten “Colle Pinzuto”-Sektor abzuschütteln. Pogacar zog mit seinem dritten Sieg mit dem bisherigen Rekordsieger, dem Schweizer Fabian Cancellara gleich.
Links
Veranstalter https://gfstradebianche.it/
Profirennen https://www.strade-bianche.it/en/
Fotos aristoteles_eisner, www.getpica.com, RTG.
Fazit
Die “Strade” war wieder rundum ein tolle Veranstaltung: Ein super organisiertes Radrennen mit italienischem Flair und dazu gutes Essen und Urlaub in einer wunderschönen Gegend. Dazu eine unglaubliche Stimmung beim Zuschauen der Profirennen. Was will man mehr? Die lange Anreise über rund 800 Kilometer hat sich auf alle Fälle ausgezahlt.