Granfondo Stelvio Santini, So-02 JUN 2019

GF Stelvio senza Stelvio *

 

Bormio (ITA) / Gaimersheim, am 10 JUN 2019, von Toni + Brunni //
Anton Wolf und Patrick Gawlik haben vor einer Woche erfolgreich am Granfondo Stelvio Stantini in Bormio, Italien teilgenommen. Leider konnte der berühmte Passo dello Stelvio nicht befahren werden.

Wenn man über das Stilfser Joch (Passo dello Stelvio, 2758m) redet, sieht man bei jedem Rennradfahrer das Leuchten in den Augen. Die meisten denken wohl an die Südtiroler Seite mit den berühmten 48 Kehren mit Start in Prad im Vinschgau. Da Patrick und ich es noch nie gefahren sind, haben wir beschlossen es im Rahmen des Granfondo Stelvio Santini anzugehen. Das Stilfser Joch sollte auf der italienischen Seite von Bormio aus bezwungen werden und gleichzeitig die Bergankunft des Rennens sein (wie beim Giro d’ Italia 2012).
Der Radmarathon führt in der langen Version von Bormio (dem bekannten Italienischen Wintersportort) über Teglio, den Passo Mortirolo (von Tovo, nicht die bekanntere Version von Mazzo) und hinauf zum Stilfser Joch. Das war zumindest der Plan. Jeder der den Giro der Profis verfolgt hat, hat auch mitbekommen haben, dass das Wetter in Italien nicht gerade bella war. Es wurde auch die Etappe über den Passo Gavia wegen Schneefalls geändert und so war unsere Sorge groß, dass auch unser Ausflug ins Wasser fallen könnte. Wir hatten noch einige Tage bei schönem Wetter in Meran  verbraucht und die Hoffnung gehegt, dass es sich noch ausgeht. Leider wurde dann bekanntgegeben, dass der Stelvio wegen Lawinengefahr gesperrt bleibt und die Alternativroute zum Lago di Cancano führt. Immerhin sollen es weiterhin 3400Hm bleiben und der Mortirolo ( „was fürn Scheißberg” Zitat Patrick) blieb uns auch. Start war um 7Uhr bei immerhin schon 11Grad in Bormio. Hinter dem Polenexpress ging es sehr zügig los und wir erreichten den ersten Anstieg in Teglio mit einem 47er Schnitt. Am ersten Anstieg wurde dann etwas aussortiert, so dass es danach mehr Platz auf der Straße gab. Anschließend stand auch bald der “Scheißberg” auf dem Programm, dieser machte seinem Namen alle Ehre. Aus dem Ziel eine gute Zeit zu fahren wurde im Laufe des Anstiegs das Motto „nicht Umfallen“, was uns zum Glück gelungen ist. Leicht ansteigend ging es wieder Richtung Bormio zum letzten Anstieg. Dank meiner aktiven Fahrweise im Wind wurde mir der Spitzname Carapaz zugerufen, was mich natürlich sehr freute. Die letzen 600hm zum Lago di Cancano waren im Vergleich zum Mortirolo eher als flach zu bezeichnen und trotz Erschöpfung und Hitze sehr schön zu fahren. Glücklich sind wir dann nach guten 5:30h in das Ziel eingefahren. Nach einer kleinen Stärkung und Abkühlung im See konnten wir den Ausblick richtig genießen und freuten uns schon auf eine Reparaturhalbe in Bormio.
Die Veranstaltung war top organisiert und findet nächstes Jahr hoffentlich wieder mit dem Stelvio statt. Das Tragen des Trikots vom Veranstalter war Teil des Reglements.

 

Ergebnisse, Bergwertung gesamt:
Patrick: Platz 105, 02:05:14h
Toni: Platz 70, 01:58:43h

 

Veranstalter
https://www.granfondostelviosantini.com/

 

 

For RTG
Toni

 

*Granfondo Stelvio senza Stelvio = Granfondo Stelvio ohne Stelvio /
GF = Granfondo, italienisch für Radmarathon