RTG Rennbericht: Riderman, Fr-21 SEP / So-23 SEP 2018

Marcel für RTG beim RiderMan !


Bad Dürrheim/Gaimersheim, am 25 Sep 2018, von Marcel Nienhold //

Zum Saisonende hat es mich ganz spontan zum RiderMan in den Schwarzwald verschlagen. Da ich bisher nur Gutes von einer perfekt organisierten Veranstaltung gehört hatte, fuhr ich voller Vorfreude auf ein tolles Radsport-Wochenende Freitagvormittag in Richtung Bad Dürrheim.


Das Event
Der RiderMan besteht aus drei Etappen:
1 – 16km Einzelzeitfahren mit einer Wendemarke auf halber Strecke
2 – 109km Straßenrennen
3 – 87km Straßenrennen


Etappe 1: Freitag, 21 SEP
Gegen 13Uhr angekommen in Bad Dürrheim war die spontane Nachmeldung vor Ort überhaupt kein Problem. Sofort fielen durchgehend gut gelaunte, unkomplizierte und hilfsbereite Mitarbeiter der Veranstaltung auf. Ein positiver Eindruck, der sich durch das gesamte Wochenende zog.
Die Startzeiten des Einzelzeitfahrens werden nach Eingang der Anmeldungen vergeben und somit hat man als Nachmelder den Vorteil einer späten Startzeit: Keine Hektik, viel Zeit, alles ganz in Ruhe. In meinem Fall hieß das 17:23 Uhr. Somit konnte ich noch in aller Ruhe in meinem sieben Kilometer entfernten Hotel in Donaueschingen einchecken. Für mich war es eine Premiere: Mein erstes Zeitfahren überhaupt. Eine Woche zuvor habe ich mir kurzerhand noch einen Auflieger ausgeliehen um mein herkömmliches Straßenrad wenigstens etwas schneller zu machen. Das Terrain war nicht ganz eben: Auf den 16 Kilometern summieren sich ca. 200 Höhenmeter. Starker Wind und Sturmböen machten das Ganze nicht leichter. Selbst von erfahrenen Zeitfahrern hörte ich vorab, dass man an der einen oder anderen Stelle besser nicht auf dem Auflieger liegt um das Vorderrad unter Kontrolle zu behalten. So kam es dann auch: Starke seitliche Windböen an Waldkanten bei Tempo 60 machen das Rad für mich im Auflieger nur noch grenzwertig beherrschbar. Vorsichtshalber: Unterlenker. Immerhin war bei sehr wechselhaftem Wetter (über das gesamte Wochenende) die Straße trocken.
Mit meiner Leistung war ich sehr zufrieden: Das was ich kann konnte, ich zu 100% abrufen und so stand unter schwierigen Bedingungen und auf absolutem Neuland am Ende ein Schnitt von über 38km/h zu Buche. Mehr als ich persönlich dachte.


Etappe 2: Samstag, 22 SEP
Die Einteilung der Startblöcke erfolgte abhängig vom Ergebnis des Zeitfahrens. Sehr fair! Und so fand ich mich in Block B, also dem zweiten von fünf Blöcken wieder. 109 Kilometer führten uns nun durch ein sehr anspruchsvolles „Kammprofil“: 1.600 Höhenmeter ohne nennenswert lange Anstiege. Das heißt immer wieder hohe Intensitäten an kurzen Anstiegen. Eigentlich so gar nicht meins. Da sind mir echte Berge lieber. Ich konnte dennoch gut mithalten, war immer aktiv in den jeweiligen Gruppen dabei und wurde bis zum Schluss nie am Anstieg stehen gelassen. Ein tolles Rennen, 100% abgesperrt auf trockenen Straßen bei nur mäßigem Wind. Ein toller Tag. Eine weiterhin tolle Veranstaltung mit guter Stimmung.


Etappe 3: Sonntag, 23 SEP
Wieder Block B. Heute starten wir leider im Sprühregen und der hielt auch ca. die erste Hälfte des Rennens an. Ganz schöne Sauerei mal wieder. Aber seit der Transalp 2017 bin ich ja deutlich Schlimmeres gewohnt. Allemal gefroren hat man nicht bei ca. 16°C am Start und bis zu 21°C im Verlauf des Rennens. Die Etappe bietet im Grunde ein ähnliches Menü wie die Zweite: Heute nur 87km und ca. 1000 Höhenmeter gesammelt durch giftige kurze Anstiege. Durch die Kürze der Etappe war das Grundtempo von Anfang an nochmal höher und die Anstiege härter, weil schneller. Bis etwa Kilometer 50 konnte ich wieder gut mithalten mit meiner Gruppe. Ab dann wurde es jedoch ein sehr harter Kampf: Ich musste in der verbleibende Stunde immer wieder ans Limit gehen um im Anstieg und über Kuppen nicht abgehängt zu werden. Die Orientierung an die Spitze der Gruppe wurde immer schwerer.Da uns auch heute starke Sturmböen und heftige Winde „gegönnt“ waren, lief man permanent Gefahr, auf Windkanten, Kuppen, Abfahrten und Anstiegen abgehängt zu werden. Also eigentlich immer.Es passierte mir dann auch zweimal. In beiden Fällen konnte ich mit letzten Kräften die Lücken schließen, einmal alleine im 10-minütigen EZF gegen Wind und Gruppe, einmal im Duo.

Letztendlich kam ich fix und fertig im Ziel an, zufrieden mit meiner Leistung und gesund/sturzfrei. Besonders auf nassen unbekannten Straßen ohnehin das Wichtigste.


Fazit
Ich komme gerne wieder! Organisatorisch kann ich kein Manko feststellen. Gute Stimmung, toller und fairer Sport. Klare Empfehlung !


Veranstalter

https://riderman.de/


Ergebnisse

https://www.abavent.de/anmeldeservice/riderman2018/ergebnisse


For RTG

Marcel

PS: Marcel, Gratulation zur Top Leistung und vielen Dank für den Bericht ! (Brunni)