RTG Rennbericht: King of the Lake 2018

Ein König und vier Prinzregenten

Bei der 2018er Version des King of the Lake Zeitfahrens standen wir am Samstag, den 15. September mit folgenden Rennfahrern am Start:

Einzelfahrer:

Manfred “Mando” Böhm

Vierer Mannschaft:

Alexander Geith

Jürgen Böhm

Bernhard Tratz

Sebastian Gassner (Kurzfristig für Werner Hügel eingesprungen)

Die Strecke führt bei dauerhafter Postkartenkulisse einmal rund um den Attersee in Österreich, mit Start und Ziel in Seewalchen. Insgesamt sind 47km und knapp 300 Höhenmeter zu bewältigen. Geht man frei nach Werner Hügel: “Nicht die Strecke tötet, sondern das Tempo”, erwartet die Rennfahrer eine gute Stunde harte Belastung bei hohem Renntempo. Im vergangenen Jahr konnte der Gaimersheimer Vierer in der Klasse 160+ den Sieg erringen, Gesamt reichte es für den zweiten Platz. Das Ziel war also auch für 2018, wieder das Podest zu erreichen. Mando ging erholt an den Start und machte sich aufgrund der guten Ergebnisse im August ebenfalls Hoffnungen für eine gute Platzierung. Nach einer gemeinsamen Streckenbesichtigung am Vorabend planten wir bei “Pizza Mafiosi” unsere Taktik für den Renntag. Sowohl der Vierer als auch Mando wollten die ersten Streckenhälfte verhalten angehen, um im zweiten, welligeren Streckenteil voll draufhalten zu können.

Am Vormittag des Rennens legten wir bei einer Aufwärmrunde die Wechselreihenfolge unserer Mannschaft fest während sich Manfred gesondert auf seine flotte Runde vorbereitete. Nach einem kurzen Mittagsschlaf gingen wir um kurz vor 14 Uhr an den Start. Wir konnten unsere Renntaktik zu 100% umsetzen, harmonierten als Mannschaft sehr gut und erreichten so den Wendepunkt am Südufer des Sees mit einem Vorsprung von ca. 30s Sekunden zur geplanten Zeit. In der zweiten Hälfte konnten wir diesen Vorsprung nicht nur halten, sondern auf knapp eine Minute verbessern, so dass wir nach 1h 02min und 1s mit einem Stundenmittel von fast 46km/h und nur einer Sekunde Rückstand auf den Streckenrekord (Mannschaften) ins Ziel kamen und zu diesem Zeitpunkt die absolute Tagesbestzeit der Mannschaften inne hatten. Wie hoch das Niveau bei dieser Veranstaltung ist zeigt, dass drei weitere Mannschaften schneller waren als wir. Der Drittplatzierte wurde jedoch aufgrund Verstoßes gegen das Material-Reglement  disqualifiziert, so dass wir doch auf das Stockerl rutschten und das Rennen auf Platz Drei von insgesamt 110 Mannschaften absolvierten.

Auch Mando konnte seine geplante Pace perfekt einhalten und konnte besonders auf der zweiten Streckenhälfte das Tempo über die Wellen sehr hoch halten, so dass er nach 1h 06min und 45s mit einem Stundenmittel von 42,4 km/h und knapp einer Minute Vorsprung (!!) auf den Zweitplatzierten seiner Altersklasse ins Ziel kam. Zu diesem Zeitpunkt bedeutete das sogar die Drittbeste Zeit insgesamt, wobei noch viele Fahrer auf der Strecke bzw. am Start waren. In seiner Klasse war niemand schneller, so dass unser Mando bei der Siegerehrung auf dem Thron Platz nehmen durfte.

An dieser Stelle möchten wir uns besonders bei Evi und Sebastian Gassner bedanken, ohne die wir sicher nicht so ein kurzweiliges, spannendes und erfolgreiches Wochenende erlebt hätten. Sebastian sprang kurzfristig ohne zu zögern als Ersatzfahrer für Werner ein, der beruflich leider absagen musste.

Schlussendlich bleibt festzuhalten, dass es viele schnelle Radfahrer gibt, wir uns aber nicht verstecken müssen und sicher auch nächstes Jahr wieder beim King of the Lake am Start stehen werden.

 

for RTG, Alex