RTG Rennbericht: Eschborn-Frankfurt, Di-01 Mai

Frankfurt-Eschborn (ehemals „Rund um den Henninger Turm“) wird seit 1962 ausgetragen und ist eines der wichtigsten Eintagesrennen Deutschlands. Die Cyclassics in Hamburg und Frankfurt-Eschborn sind die einzigen deutschen Rennen auf Worldtour Niveau.

Im Vorfeld des Profirennens findet ein Jedermannrennen mit über 5000 Teilnehmern und ca. 105km und 1200hm statt, das mit dem Feldberg und dem Mammolshainer Stich dieselben Schwierigkeiten wie das Profirennen bietet. Nur die Distanz ist marginal kürzer und der Mammolshainer Stich ist ein bis dreimal weniger zu bezwingen.

Das Radsport Team Gaimersheim stand mit folgenden Fahrern am Start:

  • Jens Rebel
  • Toni Wolf

Rennverlauf

Unser Tag hat gleich mit einer guten Tat begonnen, als Jens vor dem Start einem vorbei schiebenden Mitstreiter (Triathlet von Eintracht Frankfurt) mit einem Schlauch und tatkräftiger Hilfe zur Seite stand (bei eiskaltem Wind…).

Durch die Verzögerung mussten wir uns etwas beeilen um noch pünktlich im Startblock zu stehen. Jens war im vordersten Startblock eingeteilt und ich eigentlich einen dahinter, habe mich dann aber zum Jens geschmuggelt.

Der Startblock war mit guten Teams besetzt (Strassacker, SebaMed, BKK Mobil Oil Cycling Team,…) somit erwarteten wir ein schnelles Rennen.

Der Startschuss fiel pünktlich um 8:45Uhr und unser Ziel war es, bis zum Feldberg  ca. km 55 in der Spitzengruppe zu bleiben.

Bis zum Feldberg geht es mehr oder weniger flach, an den Wolkenkratzern von Frankfurt vorbei (sehr tollJ), die Schwierigkeit ist eher die Streckenführung, da es oft von großen auf kleine Straßen verengt wurde und dies meistens mit Bremsgummigeruch in der Luft endete.

Unser Plan ging auf und wir erreichten mit dem Hauptfeld den Einstieg zum Feldberg (Schnitt 41km/h). Der Anstieg geht über 11km bis auf 850hm. Ich fuhr anfangs noch mit der Spitzengruppe mit, musste dann aber abreißen lassen als meine Wattanzeige einen nicht nachhaltigen Wert anzeigte. Jens fuhr bis dahin noch weiter. Kurz vor Ende des Anstiegs hab ich Jens wieder ca. 200m vor mir in die Abfahrt gehen sehen.

Nach der Abfahrt haben wir uns wieder Gruppen gesucht mit denen wir den Weg Richtung Mammolshainer Stich in Angriff nahmen.

Meine Gruppe lief sehr gut und somit erreichten wir geschlossen den Einstieg.

Der Mammolshainer Stich – im Maximum bis 23% steil – war für mich das Highlight, die Stimmung war super und obwohl die Beine nicht mehr wollten, haben einen die Zuschauer und der Didi (Tour de France Teufel) den Anstieg hochgetragen (Jens bekam sogar den Zacken in den HinternJ).

Nach dem Stich ging es dann zügig wieder Richtung Eschborn, kurz vor dem Ziel traf meine Gruppe auf Jens‘ Gruppe und somit konnten wir den Weg Richtung Ziel gemeinsam bestreiten.

Jens hatte am Schluss noch großes Glück, 2km vor dem Ziel ist Ihm jemand vor das Rad gestürzt und er konnte gerade noch ausweichen (hat sich die gute Tat in der Früh gelohnt).

Gewonnen hat das Rennen Anthony Spysschaert vom Team Deutsche Kinderkrebsstiftung

Somit sind wir gemeinsam und zum Glück gesund über die Ziellinie gekommen.

Platzierung:

Jens: Platz 96 gesamt AK 37 Zeit 02:44:13

Toni: Platz 97 gesamt AK 38 Zeit 02:44:13

Fazit:

Mir hat das Rennen dank guter Wetterbedingungen und der abwechslungsreichen Streckenführung sehr gut gefallen, der Mix aus Anstiegen und die Fahrt durch die Frankfurter City sind so in Deutschland einmalig.

Für mich war das nicht die letzte Teilnahme.