RTG Rennbericht: Ötztaler, 27.08.2017

Markus: 7h 35m 53s

Markus fährt aktuell in einer eigenen Welt und finished in unglaublichen 7,5h. Damit knackt er auch den bisherigen Vereinsrekord von Boris. Wahnsinn!

Marcel: 8h 53m 23s

Ötzi aus Sicht von Marcel: Am Kühtai die geplanten Watt gefahren. Im Brenner eine große schnelle Gruppe zusammen mit Thomas und Matte...Bis auf den Jaufen super im Zeitplan mit guten Beinen, dann nach drei km am Timmelsjoch total den Stecker gezogen und bei nur mehr mit 180W zwei Stunden lang gelitten. An der letzten Labe verlieh ein RedBull dann doch noch Flügel und die Leistung war wieder da. Auf der Abfahrt an der Mautstelle noch Matte aufgesammelt und gemeinsam im Tieflug Teamwork nach Sölden geballert.
Erkenntnis: Über 6h Wettkampf gehen einfach (noch) nicht. 😣🙈

Stefan & Tobi: 8h 23m 45s

Das schlimmste was mir bei einem Rennen passieren kann? Vorher eine Woche mit durchgängig gutem Wetter...Also mal wieder das Rad nicht stehenlassen können und jeden Tag gefahren. Und so merkte ich die Beine schon nach den ersten Kilometern am Kühtai. Also habe ich 10W runtergeschraubt und mich den ganzen Anstieg hoch über meine Dummheit geärgert. An der Kuppe bin ich auf Günter und Patrick aufgelaufen. So schlecht sind die Beine dann wohl doch nicht. Am Brenner hatten wir eine schnelle Gruppe und am Fuße des Jaufen konnte ich 300m vor mir Tobi erkennen. In der Hoffnung, dass er jetzt endlich vor mir auftaucht, klettere ich Kehre um Kehre den Berg hoch. Zusammen finishen, das wäre doch was! Die Leistung stimmt, ich kann reihenweise die Fahrer einsammeln. Als ich den Wald verlasse und endlich freie Sicht habe, keine Tobi weit und breit. Am Fuß des Timmelsjoch kann ich mich noch etwas motivieren, aber als dann weit und breit kein Fahrer mehr um mich herum sehe, ist die Motivation beim Teufel. Jetzt starten da 5000 Leute, ich muss mich eine Stunde vor Start in die Kälte stellen und am Ende fahre ich doch wieder ganz alleine durch die Gegend... Keinen Bock mehr!

Es gab dann aber doch noch Rettung in der Not. Im Flachen Teil laufe ich auf ein Mädel auf, das sich sichtlich anstrengt. Und vor dem weiblichen Geschlecht langsam vorbei kriechen, das geht ja mal gar nicht. Ich also das große Blatt aufgelegt und signalisiert, dass sie mitfahren soll. Dann habe ich natürlich so an den Hörnern gezogen, dass ich mir nicht sicher war, ob ich die Labestation in Schönau noch erlebe. Kein Wunder, dass die Ärzte vor dem Hormondoping warnen. Hormone sind echt gefährlich! An der Labe angekommen freue ich mich auf die Massage. Eine Betreuerin für das linke Bein und eine für das rechte. So wie Bernhard letztes Jahr. Brauchen tue ich es zwar nicht, aber hey: Bezahlt ist bezahlt. Und irgendwie muss ich die Zeit ja rumbringen, bis der nächste Gaimerheimer vorbeikommt, mit dem ich zu Ende fahren kann.

So weit kommt es aber nicht. Vor mir steht auf einmal Alex. Ich völlig aus dem Häuschen, auf geht's jetzt fahren wir! Seine Antwort: Na, ich fahr nimmer, ich schieb. Fahren kannsch mitm Tobi, der steht da vorne...
Gesagt, getan. Ab dem Moment war ich wieder voll da und es lief einfach. Zum ersten Mal an diesem Tag schaue ich auf die Zeit. Noch unter 7h. Wow, das könnte sogar nächstes Jahr für den ersten Startblock reichen. An der Mautstation angekommen wird uns klar, das wird eine ganz enge Kiste. Wir stürzen uns in die Abfahrt und machen nach über 200km aus dem Marathon nochmal ein richtiges Rennen. Alles oder nichts! Am Ende geht die Kurbel kaum noch um und wir verfehlen die Richtmarke von 8h 20m knapp. Aber egal, endlich einmal mit einem Gaimersheimer zusammen die Ziellinie überquert. Darauf habe ich jetzt drei Jahre lang gewartet. Dass es ausgerechnet beim Ötzi soweit ist, hätte ich nicht gedacht...

Tom: 8h 37m 42s

Das Motto des Ötztalers: "Ich habe einen Traum". Der von Tom war es, unter neun Stunden zu finishen. Wie er das letzten Endes gemacht hat, muss er mir bei Gelegenheit nochmal erzählen, jedenfalls unterbietet er dieses Jahr die Marke deutlich. Gratulation!

Alex: 8h 55m 15s

Alex Resuée des diesjährigen Ötztalers: Mal ist man der Hund, und mal ist man der Baum. Am Timmelsjoch bekommt er Probleme und kann die Zeit vom Vorjahr leider nicht verbessern.  Aber egal, wenigstens am Kühtai für das absolute Highlight-Foto gesorgt....

Boris & Eva: Race Support

Die Seele des diesjährigen Ötztalers: Boris und Eva. Rein objektiv bringt die Verpflegung am Brenner für Leute wie mich nicht viel. Bei 8h Fahrzeit hatte ich eine Standzeit von 7min an den Labestellen. So what? Aber für den Kopf ist es einfach unglaublich schön, ein bekanntes Gesicht da stehen zu sehen, dass einem entgegen fiebert. Und so werden nicht nur Gels und Flaschen wieder aufgeladen, sondern vor allem auch die Psyche. Im Namen aller Starter an der Stelle nochmal ein herzliches Vergelt's Gott!

Günter: 8h 25m 25s

Günter kommt nur knapp hinter mir und Tobi ins  Ziel. Das nächste Jahr fahren wir zu dritt und knacken die 8:20 !

weitere Finisher

Wenn man für das RTG startet, sitzt man beim Abendessen an einem Tisch, der so groß ist, dass man gar nicht alle Erfahrungen und Eindrücke mitbekommt. Für folgende Starter gibt es daher leider nur die Endzeit:

Gawlik, Patrick: 8h 36m 42s
Kopold, Thomas: 9h 34m 58s
Treffer, Sascha: 9h 35m 29s
Will, Judith: 12h 52m 45s
Schlögl, Matthias: 10h 12m 31s
Kumpfe, Christian:10h 22m 02s
Riepl, Matthias: 8h 52m 51s

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