TRI Team – Rennbericht Mitteldistanz Weltmeisterschaft Slowakei

Mein erster Rennbericht:

The Championship Middle Distance in der Slowakei – meine erste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft. Der Wettkampf fand in der Ortschaft Samorin statt, welcher auf einer gigantischen Trainingsanlage x-bionic Sport Zentrum ausgetragen wurde. Ein riesengroßes Areal, das seines Gleichen sucht:

http://www.x-bionicsphere.com/en/home

Aber drehen wir die Zeit 11 Monate zurück. Für dieses Event muss man sich bei einer anderen Challenge-Veranstaltung (Mittel-oder Langdistanz) qualifizieren. Ich hatte das Glück, durch meinen dritten Platz in der AK bei der Challenge Roth 2016 einen Startplatz für die Slowakei zu ergattern.

Nun wieder zurück zum Rennen:

Das Wochenende versprach lt. Wetterbericht ziemlich warm – anders gesagt– sehr heiß zu werden!! Jeder der mich kennt, weiß, dass ich es eigentlich lieber kühler mag. Aber so war's nun mal. Das Wetter kann man sich nicht aussuchen. Bereits am Tag zuvor mussten alle Räder der ca 600 Teilnehmer aus 57 verschiedenen Nationen eingecheckt werden. Die Materialschlacht war somit eröffnet. Am Schluss – ein Meer aus Carbonrahmen, Scheibenrädern, Aerohelmen uvm. Aber nicht nur das Material der Teilnehmer konnte sich sehen lassen, auch die Athleten selbst sahen definitiv mehr als nur „Hobby“ Sportler aus und ich machte mir ernsthaft Gedanken, dort überhaupt richtig zu sein 😀

Früh morgens am Samstag war es nun endlich soweit. Ich ging mit nervösen Schritten und meinen gepackten Sachen erneut zu meinem Bike um die letzten Kleinigkeiten am Rad zu deponieren, sowie die Luft zu kontrollieren und einfach nochmal alles checken. Die restlichen Utensilien wurden in zwei verschiedene Wechselbeutel am Rand der Wechselzone deponiert. Auf dem ganzen Sportgelände wuselte es nur so von Top Athleten und selbst Stars wie z.B Sebastian Kienle, Alistair Brownlee, Anja Beranek (um nur einige wenige zu nennen) waren zum Greifen nahe.

Geschwommen wurde in der Donau. Die 1,9 km lange Schwimmstrecke wurde in Form eines Rechtecks absolviert. Das Damenfeld wurde in zwei Schwimmgruppen aufgeteilt. Zuerst die älteren Damen und dann die Jüngeren. Vor lauter Aufregung und Beobachten des Schwimmstartes der Profis, verging die Zeit bis zu meinem Start wie im Fluge und nun wurden auch wir ins Wasser gelassen und zur Startlinie getrieben.

PENG! Pünktlich um 09:40 fiel mein Startschuss. Ich kam anfangs gut weg und konnte konstant schwimmen. Nach 33:38 verließ ich als 10. Dame die Donau und rannte mit halb ausgezogenem Neo zur ersten Wechselzone. Ich schnappte mir meinen ersten dafür vorhergesehenen Wechselbeutel, zog mir die Rennutensilien an und lief zu meinem Rad.

Nun zum Radfahren. Es hat ein paar Minuten gedauert, bis wir aus der Hotel-/Trainingsanlage rausgefahren sind, aber dann konnte man ziemlich Gas geben, denn die Strecke war sehr sehr flach. Anfangs fühlte ich mich ziemlich gut und konnte Druck geben. Die zweite Streckenhälfte viel mir dennoch etwas schwerer. Ich kann mir auch nicht richtig erklären, wieso. Lag es daran, dass ganze 0,0 Fans zum anfeuern an der Radstrecke waren? Oder doch die stetig steigende Hitze? Das Radfahren konnte ich schlussendlich in 02:41:38 Minuten beenden.

Und da wären wir auch schon beim Laufen. Ich sprang vom Rad, rannte zu meinem Radplatz, schnappte mir meinen zweiten Wechselbeutel und ab damit ins Wechselzelt. Soo, nun hieß es erstmal meine Füße mit genügend Blasenpflaster abzukleben. Denn dummerweise habe ich mir eine Woche zuvor beim Ingolstädter Triathlon drei fette Blasen gelaufen und befürchtete schon das Schlimmste. Jetzt hieß es – nur noch laufen und durchhalten. Die Mittagshitze von über 30° wurde immer unerträglicher und ich fühlte mich wie in einem Wüstenlauf . Kein Schatten, nichts! An den Verpflegungsstationen hat man das Wasser nicht nur getrunken, sondern auch becherweise über sich geschüttet um etwas Abkühlung zu bekommen. Die Laufstrecke ging über Galopprennbahnen und Golfrasenflächen, aber auch geteerten Streckenabschnitte. Endlich, nach 3 Laufrunden konnte ich auf die Zielgerade abbiegen und in den Zielbogen einlaufen.

Geschafft – mit einer Zeit von 05:33 h:min. Definitiv nicht das, was ich mir erhofft habe, allerdings unter den gegebenen Umständen, kann ich zufrieden sein, überhaupt ins Ziel gelaufen zu sein.

Gefinished in 05:33:14
AK Platz 13 von 26 gestarteten Damen in meiner Alterklasse
Platz Gesamt Damen 96 von 213

Fazit: gefinished mit erhobenem Haupt und einem fetten Grinsen im Gesicht. Zwar grob 1:45 langsamer als der Hawaisieger Sebastian Kienle, aber durchgehalten. Der aktuelle Olympiasieger Alistair Brownlee gab nach sieben Km laufen auf.....

Ingolstadt, 5.6.2017
Sandra

Hinweis: Wir legen ja bekanntermaßen viel Wert auf unsere Corporate Identity 😉 Leider befand sich der Triathlon Einteiler zum Zeitpunkt des Wettkampfes zur Reparatur beim Lieferanten und wurde leider nicht rechtzeitig fertig.