RTG Rennbericht: SuperGiroDolomiti, So-11 JUN 2017

Super Giro: 232km + 5200HM – eine Hitzschlacht !

 

Lienz / Gaimersheim, von Sascha Treffer, am 14 JUN 2017

Sascha finished sein erstes Rennen für das Radsport Team Gaimersheim beim SuperGiroDolomit über 232km und 5200HM erfolgreich ! 

 

1-Event

Zur 30ten Auflage der klassischen Umrundung der Lienzer Dolomiten (112km/1870hm) fand auch zum 4ten mal der SuperGiroDolomiti statt. Die lange Runde kann es mit ihren 232km und 5234hm locker mit dem Ötztaler Radmarathon aufnehmen. Der Marathon führt durch 2 Länder (Österreich und Italien) und über 5 Pässe:
Gailbergsattel (981m)
Plöckenpass (1357m)
Nassfeldpass (1552m)
Lanzenpass (1552m)
Kartitscher Sattel (1525m)

Das Gute am SuperGiro im Jahre 2017: der gefürchtete Monte Zoncolan (il Mostro, das Monster), bekannt vom Giro d’ Italia der Radprofis auf der sehr steilen Seite von Ovaro muss nicht gefahren werden ! Das finde ich persönlich sehr vernünftig. Die Strecke ist auch so schwer genug…(Anmerkung Brunni) 

 

2 – Rennen und Strecke


Das Startprozedere am Lienzer Bahnhof um 6:30 Uhr ist mit seinen 350 Teilnehmern doch sehr beschaulich und wenig eindrucksvoll. Zu der Zeit liegen die Starter der kurzen Runde noch in den Federn. Die Sportskameraden müssen erst um 9:30 Uhr ran.  Nach den ersten, sehr schnellen 20km wird das Feld am ersten Anstieg abrupt auseinander gerissen und endlich beruhigt. Der Gailbergsattel (6,8km/350hm) lässt sich mit seinen eher sanften Steigungen schön gleichmäßig hochrollen. Doch mit der Dauer des Rennens steigen auch die Temperaturen.
Schon etwas länger und steiler ist der Plöckenpass (11km/700hm). Die langen dunklen Tunnel der Auffahrt und die sehr enge und schlecht präparierte Abfahrt können den Spaß nicht trüben, denn im italienischen Paluzza lassen die zahlreichen Zuschauer echtes “Radrennfieber” aufkommen. Der jetzt anstehende Lanzenpass (15,4km/1088hm) ist landschaftlich extrem schön aber leider auch genauso steil und unrhythmisch. Es sind mehre Stellen mit bis zu 18% zu erklettern. Bei 32 Grad bringen die vielen schattigen Waldstücke leider auch nicht die gewünschte Abkühlung.
Schattige Passagen fehlen beim nächsten Anstieg nahezu komplett. Der Nassfeldpass (13,4km/969hm) ist aber nicht mehr ganz so steil wie sein Vorgänger. Bei angenehmen 8% ist der Gipfel schnell erreicht. Die frisch geteerte Abfahrt nach Österreich lässt Rennradlerherzen höher schlagen.
Die jetzt folgende 40km lange Strecke durch das Lesachtal auf den Kartitscher Sattel (1250hm) ist durch die unzähligen Gegenanstiege für mich das schwerste Stück der Runde. Die Kräfte schwinden rasant, ohne merklich an Höhe zu gewinnen. Das 30km lange immer leicht abfallende Schlußstück zurück nach Lienz wäre ohne Gegenwind und in einer Gruppe bestimmt auch recht schön zu fahren gewesen.

 

3 – Sieger

Bernd Hornetz konnte sich nach einer Fahrzeit von 7:24:28h auf dem Lienzer Johannesplatz von den Zuschauern feiern lassen. Als ich kurz nach ihm (3 Std und 12 Min) in der Innenstadt einflog, waren die Massen bereits verschwunden und die Musik war auch schon aus. Lienz ist halt nicht Sölden.

 

4 – Conclusion

Für mich persönlich ist der SuperGiroDolomiti durch seine Streckenführung gefühlt schwieriger zu fahren als der Ötztaler Radmarathon. Und ohne das ganz große Brimbamborium auch um einiges gemütlicher und familiärer. Das war vor allem an den 12 kleinen Labestationen, die mit Obst und Wurstbroten gedeckt waren, positiv spürbar.
Ich denke Osttirol und die Lienzer Dolomiten sehen mich nochmal wieder.

 

Grüße
Sascha

PS: Sacha, Gratulation zu Deiner Wahnsinns Leistung und vielen Dank für Report und Fotos ! (Brunni)