RTG Rennbericht: Mondsee Radmarathon (Alpencup), So-25 Juni 2017

Podestplätze, Premieren und Pech beim nassen 31. Mondsee Radmarathon 2017

 

1 – Event

Der Mondsee Radmarathon, auch 5 Seen Radmarathon genannt, startete in diesem Jahr in seine 31. Auflage. Neben dem Amadé RM (siehe Bericht) und dem noch folgenden Eddy Merckx RM gehört er zur Rennserie des Alpencups. Beim Alpencup entscheidet man sich zwischen der langen Strecke (200km), die als einzige Strecke eben auch 5. Seen im Salzkammergut tangiert, und der mittleren Strecke (134km). Eine 75km Tour außerhalb der Cup-Wertung  und weitere andere Aktionen runden das sportliche Wochenendprogramm in und am Mondsee ab.

Start ist für uns um 7.00 Uhr (200km) respektive um 7.30 Uhr (134km) bei gutem Wetter und angenehmen 20°C. Leider setzen gegen 10 Uhr starker Regen und Gewitter ein und es hört bis Rennende auch nicht mehr auf…

Unser Team vom RTG auf der langen Strecke: Walter Köbler, Manfred Böhm, Toni Wolf und auf der kurzen Strecke: Franz Oberleitner, Markus Gröber, Markus Meyer, Jens Rebel und Gastfahrer Benjamin Weis (Benny).

 

2.1 – Rennen Tour B (134km, 1150Hm): 7. Platz für Markus M., Premiere im RTG für Franz und Markus G.

Bericht von Franz:
Vom Start weg ging es neutralisiert die ersten Kilometer aus der Ortschaft raus, leider hatte mein Garmin kurz ausgesetzt und ich mußte anhalten, dadurch verlor ich wertvolle Zeit. Und dadurch konnte ich den Anschluß an die Gruppe nicht mehr halten. Durch eine gezielte Aufholjagd konnte ich zumindest die 3. Gruppe erreichen auf der Wolfgangsee Bundesstraße. Bis Kilometer 70 war ich in dieser Gruppe, die von kleinen Zwischenfällen gespickt war, herumliegende Trinkflaschen… und unachtsame Fahrer, wie mir auch Markus M. berichtete. Beim Großalm Anstieg konnte ich dann Anschluß an die 2. Gruppe finden und auch Markus G. war in Sichtweite.

Bei der Abfahrt vom Großalm Sattel fing es zum regnen an. Am Attersee angekommen fand ich wieder eine gute Gruppe, leider passierte ca. 4km vor dem 2. Anstieg Nußdorf ein Zwischenfall. Ein Fahrer der vorher schon durch seine unkontrollierte Fahrt auffiel, kam zu Sturz auf regennasser Straße. Dabei konnte ich nur knapp ausweichen, leider kamen dabei mehere Fahrer zu Sturz.

Beim Anstieg Nussdorf gab ich noch mal alles und lief auf Markus G. auf. Die letzten 15 km fuhren Markus und ich in einer 5 Mann Gruppe die leider kein Tempo machen wollten oder konnte. Dann entschloß ich mich die letzten 10 km mit einer Art Einzelzeitfahren noch Tempo zu machen und Markus mitzuziehen.
Am Ende fuhren Markus G. und ich zeitgleich mit 3h 51min ins Ziel.

Markus belegte bei seinen ersten Radmarathon Platz 289 gesamt AK U45 Platz 189 von 389 Startern
Ich belegte Platz 290 gesamt AK Platz 84 von 288 Startern. Insgesamt waren auf dieser Strecke 795 Starter im Ziel.

Für uns beide war es ein großer Erfolg. Markus fuhr überhaupt seinen ersten Radmarathon und das mit einer tollen Zeit. Ich konnte mein gestecktes Ziel erreichen, den ich hatte 2010 schon die Strecke gefahren mit einer Zeit von 4h 9 min. Ein persönlicher Dank Jürgen, der mich bei meiner Trainingsplanung unterstützt. Ein besonderer Dank an Jens, der das sehr gut organisiert hat. Auch Gratulation zu den tollen Leistungen unserer Teamkollegen, allen voraus Mando mit dem Sieg in seiner AK.

 

Bericht von Markus G.:
Ich war die Tage zuvor durch M/D ziemlich angeschlagen und da es mein erster Radmarathon war, war ich dementsprechend aufgeregt . Nach ein paar guten Tipps, “Strategievorschlägen” vom Franz und einer ruhigen Nacht in dessen Wohnmobil ging ich heute früh aber ziemlich positiv gestimmt an den Start. Ziel war für mich eigentlich mir das ganze mal anzusehen und ich wäre mit einer Zeit von 4.30h zufrieden gewesen.

Beim Start war ich geschätzt unter den vorderen 250 und bin dann beim ersten kleinen Anstieg auf die Scharflinger Höhe erstmal voll drauf geblieben um den Anschluss nach vorne möglichst klein zu halten, was sich auch gelohnt hat. Entlang des Wolfgangsee war ich im zweiten Pulk ganz vorne und konnte Jens und Markus M. mit ca . 250 Meter Abstand recht gut an den Trikots erkennen. Beim ersten großen Anstieg hab ich allerdings an Plätzen verloren, hab zumindest aber den Anschluss an die zweite Gruppe halten können.

Beim letzen großen Anstieg und der darauf folgenden Abfahrt gab es einige harte Stürze, die mich mental dazu bewegt haben, Gas raus zu nehmen. Zudem regenete es mittlerweile in Strömen. Wieder am Mondsee angekommen war auf einmal 12 km vor dem Ziel der Franz auch wieder hinter mir. Wir haben uns dann wieder zusammen geschlossen, haben mit hohem Tempo nochmal viele hinter uns gelassen und sind dann gemeinsam mit zusammen geschlossenen Händen nach oben ins Ziel. Rausgekommen ist bei uns beiden die gleiche Zeit von 3h 51 min., ich war überglücklich und weiß jetzt schon das es der Anfang für einige Radrennen die noch kommen werden für mich war. Gefreut hat mich auch, dass wir in der Teamwertung einen kleinen Beitrag zum Team-Platz 9 geben konnten.

Kurzbericht zu Gastfahrer Benny, Markus M. und Jens:
Unser insbesondere aus den Dolomiten bekannter Gastfahrer Benny gibt uns mal wieder die Ehre und fährt unter unserem Teamnamen für die entsprechende Wertung. Er liefert ein starkes Rennen ab, kann lange Zeit in der ersten Verfolgergruppe die Sicht nach ganz vorne wahren. An den Anstiegen fehlen noch ein paar Körner, aber er finisht souverän mit einer starken Zeit von 3h 34min.

Markus M. und Jens kämpfen sich vom Start weg nach ganz vorne durch und fahren unter den ersten 10 über den ersten (kurzen) Anstieg. Im folgenden Flachstück wird Jens wieder zu ungeduldig, versucht sein Glück mit Attacken aus dem Pulk sowohl als Solist als auch noch mit Marjan vom Racing-Team-WINAX. Beide Attacken werden nicht belohnt, schlimmer noch, eine Schraube vom hinteren Flaschenhalter lässt diesen in die Kettenblätter kippen und zwingen Jens zum längeren Halt. Nach notdürftiger Fixierung kämpft sich Jens wieder bis an die Spitze, ein weiterer “Pit-Stop” an der Labestation der Bergwertung kostet aber dann zu viel Zeit – die Spitze ist weg. Ein verzweifelter aber tapferer Kampf durch den Regen resultiert letztendlich in einem rund 7min Rückstand zur Spitze.
Markus macht es besser bzw. hat auch sein Material einwandfrei vorbereitet: Er fährt souverän in der Spitzengruppe und lässt sich an den (für ihn) kurzen Anstiegen nicht abschütteln. Mit der großen Spitzengruppe biegt er in die Zielkurve ein, ist hier sogar in vorderster Position. Leider gehen ihm im Sprint die Beine aus, dennoch finisht er auf einem hervorragenden 7. Rang – BRAVO!

 

2.2 – Rennen Tour A (200km, 2300Hm): 2x Stockerl für das RTG durch Mando und Walter

Bericht von Toni:
Ganz nach dem Motto “der frühe Vogel kommt auf das Stockerl”, klingelte der Wecker um 04:40 Uhr am Sonntag! Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns dann auf den Weg Richtung Start in das Zentrum der Ortschaft Mondsee. Der Start der Marathonstrecke war auf 07:00 Uhr angesetzt. Bei noch gutem Wetter und angenehmen Temperaturen erfolgte der Start pünktlich. Die Starter die an der Austria Top Tour teilnehmen, durften als erstes auf die Strecke, waren aber schnell eingeholt und so ging es geschlossen Richtung Anstieg zur Postalm. Diesen haben Mando und ich gemeinsam in Angriff genommen, Walter hat sich allein auf die Reise gemacht.

Nachdem die erste und längste Schwierigkeit (12km Steigung bis 12%) überstanden war, ging es nach einem kurzen Flachstück in den nächsten Anstieg über den Pass Gschütt. Diesen meisterten Mando und ich wieder gemeinsam, in der darauffolgenden Abfahrt hat ich meine liebe Not Mando am Hinterrad zu bleiben. Dies ist mir aber gelungen und so ging die Fahrt zusammen in einer größeren Gruppe flott auf welligem abfallendem Gelände voran.
Bis zu diesem Zeitpunkt (ca. Kilometer 90) hat das Wetter auch gut gehalten, leider fing es dann schon zu nieseln an bevor es in Dauerregen überging, der bis zum Ziel auch nicht aufhören sollte. Bis auf die Nässe war die Fahrt zur nächsten Schwierigkeit auf die Großalm relativ ruhig. An dem Anstieg war das Tempo schon wesentlich höher, sodass die Gruppe etwas kleiner wurde.
So ging es auf leicht welliger Straße zur letzten Bergwertung. An dieser sind wir wieder auf Walter gestoßen den wir dann überholt haben. Dank noch guter Beine haben wir dann die Gruppe am Berg gesprengt und sind mit Vollgas Richtung Ziel nach Mondsee gerauscht. Mando hat dann kurz vorm Ziel nochmal richtig Gas gegeben und nach anfänglicher Verwirrung in den Ergebnislisten den Sieg in seiner Alterklasse für sich entscheiden können. Ebenso bravourös ist der Stockerlplatz auf Rang 3 vom Walter.
Für mich persönlich war es ein tolles Wochenende bei dem ich viel lernen konnte. Erstmal war es mein erster 200ter Radmarathon und von einem erfahrenen Rennfahrer wie Mando kann man sehr viel für die nächsten Rennen mitnehmen. Auch die gute Organisation vom Jens sollte nicht unerwähnt bleiben.

Manfred Böhm: Altersklasse 1 Gesamt 65
Walter Köbler: Altersklasse 3 Gesamt 104
Anton Wolf: Altersklasse 51 Gesamt 71

 

3 – Ergebnisse

Alle Ergebnisse unter: http://www.racetime.pro/?p=3476

 

4 – Veranstalter

Weitere Informationen zur Veranstaltung: http://www.mondsee-radmarathon.com/

 

5 – Fazit

Mal wieder ein Regenrennen, aber nicht so kalt wie z.B. in Frankfurt. Mal wieder technische Schwierigkeiten bei Jens, mal wieder ein bärenstarker Mando und Walter mit unterstützendem Wingman (diesmal nicht Stefan sondern Toni) auf´s Stockerl, mal wieder ein Markus Meyer der ganz vorne mitfahren kann. Mal wieder erfolgreiche “Jungfernfahrten” von RTG´lern bei einem Alpen-Radmarathon. Was wollen wir denn mehr? Weiter so, Kette rechts – beim letzten Alpencup-Rennen beim Eddy Merckx greifen wir nochmal richtig an…

For RTG
Franz, Markus G., Toni, Jens