RTG Rennbericht: LOOK Granfondo Marmotte Hochkönig, Sa-17 JUN 2017

Tobi und Patrick beim Marmotte HOCHKOENIG ERFOLGREICH !

Mühlbach/Hochkönig, von Tobias Schmid, am 24 JUN 2017

 

Die Saisonhighlights wie das 24h Rennen in Kelheim und der Ötztaler Radmarathon stehen vor der Türe. Somit heißt es an der Form feilen. Aus diesem Grund entschieden sich Patrick und Tobi am verlängerten Fronleichnam Wochenende dazu ins Berchtesgadener Land zu fahren, um zu trainieren und beim LOOK Marmotte Granfondo Hochkönig im Salzburger Land zu starten. Mit 3434 Höhenmetern auf einer Distanz von 170km ist dies eine gute Vorbereitung.

Dieser Granfondo wurde 2017 erstmals als Teil der französchischen Marmotte Granfondo Serie ausgetragen. Bekannt ist vor allem das Rennen “La Marmotte” in Frankreich auf den Spuren der Tour de France mit den Berg-Giganten Glandon, Telegraphe, Galibier und Alpe d’ Huez (Bergankunft). Alljährlich am ersten Juli WOE mit Start in Bourg d’ Oisans ausgetragen. (Anmerkung Brunni)

Nach einer kurzen Vorbelastung über 90km und 2800 Hm an der Rossfeldpasstraße und dem Trattberg am Donnerstag und einer Kaffee Sightseeing Runde nach Salzburg am Freitag stehen wir Samstags um 7:30 Uhr in der Früh in Mühlbach am Hochkönig im Rahmen der Look Granfondo Rennserie einem Event der gleichnamigen UCI Rennserie an der Startlinie oder besser gesagt doch ein gutes Stück dahinter…
Dementsprechend international ist das Starterfeld, wobei die belgischen Starter mit 33% deutlich in der Überzahl sind. Ein russischer Starter neben uns redet permanent über “Qualifikation”, was uns so früh am Morgen eigentlich egal ist. Wir wollen ordentlich trainieren bzw. Tobi sein Renndebüt 2017 geben. Die Hektik unter den Startern ist uns zunächst unverständlich. Später aber mehr dazu.

7:30 Uhr Startschuss: Wie abgesprochen orientieren wir uns im 8km Anfangsantieg sofort nach vorne. Die bis zu 15% steile Rampe und die schnelle Spitzengruppe lassen unseren Plan jedoch nicht in Perfektion aufgehen. Tobis Dieselmotor beginnt in der folgenden Abfahrt zu laufen und kommt in dem sich anschließenden Flachstück auf Touren. Er schließt zusammen mit einem österreichischen Kollegen zu Patrick auf und die Gruppe läuft gut – deutsch österreichisches Teamwork vom Feinsten!
Überraschenderwiese kommt im Flachstück eine große Gruppe zu uns zurück. Eigentlich gut, aber es wird unruhig und die Gruppe läuft über einen längeren Zeitraum nicht mehr rund. Wir entscheiden uns, sich aus dem gröbsten rauszuhalten, da das Rennen auf nicht gesperrten Straßen stattfindet. Damit scheint ein österreichischer Leidensgenosse nicht klarzukommen, was er Tobi in der Folge lautstark mitteilt. Es fallen Worte wie “Schande” und “Lutscher” und die deutsch-österreichischen Beziehungen sind schnell auf dem Weg in Richtung Tiefpunkt.

Die Entschuldigung des überhitzten Mitstreiters folgt aber kurz darauf und ein letzter Versuch eine ordentliche Gruppe zu installieren beginnt. Somit heißt es geschuldet der Streckenführung mit einer 80km flachen Mittelsektion “Autobus” fahren bis zur Verpflegung bei km 107 und den darauf folgenden Schlussanstiegen. Nachdem die erste Verpflegung ausgelassen wurde, beschließt die Gruppe an der zweiten Verpflegung “kurz” zu halten. Das Tempo an der Verpflegung erscheint um einiges höher, als selbiges zuvor in der Gruppe. Vorbei der Verpflegungsstress und zurück auf die Strecke…   Die Aufholjagd zum Teil der Gruppe, die die Verpefelgung auslässt, wird  mit einem Strava KOM für Tobi entlang am Zeller See belohnt. Mitstreiter an Tobis Hinterrad trauen sich nicht zu überholen, danken aber folglich aber mit lobenden Worten, als wir wieder zum Rest der Gruppe aufschließen.
Von nun an geht es ins Finale mit gut 2000Hm auf den verbleibenden 50km inklusive Bergankunft auf der Arturshöhe. Hier zeigt sich auch, dass Streckenkenntnis klar von Vorteil gewesen wäre. Am vermeintlich “vorletzen” Anstieg stellt sich heraus, dass bis zur Bergankunft zusätzlich nochmals der Dientner Sattel befahren werden muss, was einen zusätzlichen Anstieg von 15km bedeutet.Nun gut, den nehmen wir dann auch noch mit…
Im Startort angekommen beginnt das Finale-Grande über 8km mit bis zu 15%igen Steigungen hinauf zum Arthurhaus. Insgesamt mehr Tortur als Spaß, weshalb wir beschließen gemeinsam zu leiden und zu finishen. Der Gedanke an eine kühle Cola im Ziel treibt uns den nicht-enden-wollenden, letzten Kilometer hinauf.

Am Ende stehen Platz 29 und 30 im Gesamtklassement und Platz 8 und 9 in der Altersklasse zu buche. Und nun die Erklärung für die “Qualifikation” und die Hektik unter den Fahrern: Wir haben uns zunächst unwissentlich für die UCI Granfonfo Weltmeisterschaft im französischen Albi qualifiziert.
Beim Blick in den Terminkalender und aufgrund des fehlenden Deutschlandtrikots werden wir jedoch zeitgleich an der “inoffiziellen” Granfondo WM in Sölden, sprich dem Ötztaler Radmarathon, teilnehmen.

 

LINK:
https://www.relive.cc/view/1041032747

Veranstalter
http://marmottegranfondoseries.com/epreuve.php?C=6

 

For RTG !
Tobi und Patrick

 

PS: Tobi und Patrick, Gratulation zu Euer Top Leistung ! Vielen Dank für den tollen Bericht !
…und ich denk in 2018 sind wir mit einigen mehr Startern von RTG im Rennen…(Brunni)