RTG Rennbericht: Altmühltaler Straßenpreis, So-21 MAI 2017

Starke Leistungen vom RTG beim harten Heimrennen in Attenzell!

Im Schatten der "Deutschen Meisterschaft Berg Damen" starten wir mit insgesamt 14 Fahrern bei den diversen Herren-Rennklassen beim 4. Altmühltaler Straßenpreis mit Start/Ziel in Attenzell. Auf dem heimischen Rennkurs können wir starke Leistungen abliefern und am Ende sogar mit einigen Platzierungsplätzen die Ziellinie überqueren. Unterstütztung jeglicher Art (ob anfeuernde Zurufe, Gel- und Trinkflaschen-Verpflegung oder Bilderservice) erfahren wir von vielen Vereinskollegen & Freunden entlang der Strecke - HERZLICHEN DANK dafür! Ohne diese "Extrapower" von außen könnten wir die Rennen nicht so erfolgreich bestreiten...

Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle auch an Johannes Pfaff + Orga/Helfer-Team zur bravourösen Durchführung des Rennens - Chapeau!

Mitten in unserem Trainingsrevier liegt der schöne Rundkurs Attenzell-Schelldorf-Böhmfeld-Schambachtal-Attenzell. Auf einer Rundenlänge von 15,1km sind insgesamt ca. 250Hm zu erklimmen, diese verteilen sich auf 4 kleinere Wellen inkl. der 18%-Rampe hinter dem Katzental sowie dem längeren "Schlussanstieg" nach Attenzell. Folgende Renndistanzen sind für uns zu absolvieren:

Hobby                   2 Runden =    30km, 500Hm
SEN2/SEN3           4 Runden =   60km, 1000Hm
ELITE KT/A/B/C     7 Runden = 106km, 1750Hm

Wir waren mit unserem Radsport Team Gaimersheim (RTG) in den folgenden drei Rennklassen vertreten. Anbei die Fahrer sowie Berichte "aus dem Sattel"...

2.1 - Rennen Hobby-Klasse

TEAM:
  • Patrick Gawlik
  • Christopher Braunholz
  • Matthias Riepl
  • Johannes Geier
  • Arthur Daffner
  • Stefan Reuthlinger
Bericht von Matthias:

Der Tag begann sehr gut. Top Wetter, gute Beine und ein klasse Team waren perfekte Voraussetzungen für ein gutes Rennen. Nachdem die letzten Vorbereitungen getroffen und die Renntaktik beim Warmfahren besprochen wurde, ertönte auch schon der Startschuss für ein sehr starkes Teilnehmerfeld.

Während der zwei Runden hatten Christopher und ich keine Probleme die Ausreißversuche Anderer zunichte zu machen. Patrick sollte sich für den Zielsprint bzw. Schlussanstieg schonen. Wir waren immer in der Führung vertreten und hatten eigentlich alles im Griff. Unser Plan, mit dem Feld in Runde 2 zu gehen, ging komplett auf und eigentlich lief alles wie am Schnürchen. Vorm letzten Anstieg machten wir mächtig Tempo um das Feld in die Länge zu ziehen, auch dies gelang.

Patrick und Christopher fuhren auf Platz 3+4 in den Anstieg hinein, was eine sehr gute Ausgangsposition war. In der Kurve hatte ich einen Schaltfehler und mir fiel die Kette runter, was zur Folge hatte, dass ich den Anschluss ans Feld nicht mehr halten konnte. Hochgeschaltet und weiter ging es, die Gruppe war jedoch weg. Patrick und Christopher konnten den Anstieg mit der Spitze durchfahren und es kam zum Zielsprint, wo Patrick in einer sehr guten Position war. Ein wahrscheinlich zu dicker Gang hielt ihn von einem besseren Ergebnis ab, da er nicht direkt so zum sprinten kam wie geplant.

Letzten Endes wurde es dann Rang 8. Christopher kam direkt nach ihm auf Platz 9 ins Ziel. Insgesamt ein nicht allzu schlechtes Ergebnis. Wenn man allerdings den Rennverlauf gesehen und mitgemacht hat, muss man sich schon ärgern, da eindeutig mehr möglich gewesen wäre. Für Patrick und mich war es in dieser Form erst das zweite Rennen und vielleicht sind es vielleicht genau diese Momente, aus denen man lernen kann. Nichtsdestotrotz war es ein klasse Rennen was wirklich Spaß machte. Gratulation an den Sieger! Gratulation zur erfolgreichen Teilnahme auch an Johannes (P40), Arthur (P51) und Stefan (P52) - weiter so!

2.2 - Rennen SEN2/SEN3

TEAM:
  • Swen Uwe Baacke
  • Hans Hofmann
  • Thomas Brunnegger (Brunni)
  • Markus Meyer
  • Thomas Kopold
Bericht von Brunni:

Dieses Jahr hatten wir die Ehre gemeinsam mit den Junioren zu starten (getrennte Wertung). SEN4 war leider nicht ausgeschrieben, so konnte Manne leider nicht starten. Obwohl Jürgen und Werner nicht am Start waren, hatten wir uns Chancen auf gute Plazierungen ausgerechnet... Unser Rennen (nur 1 Minute nach der Elite KT/A/B/C gestartet) war vom Start weg sehr schnell: weil wir dieses Jahr "nur" 4 Runden über 60km fahren mussten (2016 waren es noch 5 Runden) oder weil die Jungen so Gas gegeben haben? Egal, unsere orangen Trikots waren in den ersten beiden Runden immer vorne zu finden. Aufgrund des hohen Tempos konnten sich keine Gruppen absetzen.

In Runde 3 war es dann um mich geschehen, habe leider den Anschluss verloren. Swen, Hans und Markus waren auch in Runde 4 noch vorne dabei. In dieser wurde ein großerTeil des Elite-Feldes eingeholt, was leider vor dem Schlussanstieg nach Attenzel für Verwirrung im Feld sorgte. Einige aus unserem Rennen konnten vorbeifahren, einige andere (z.B. Markus) haben dadurch leider den direkten Kontakt an die Spitze verloren. Am Ende sprintet Swen Uwe auf Platz 4. Er wird leider kurz vor dem Ziel noch abgefangen und schrammt so um Haarresbreite am Stockerl vorbei. Hans sprintet auf den hervorragenden Platz 5. Markus beendet das Rennen auf Platz 9. Sieger Markus Swassek - herzliche Gratulation. Thomas (P49) und Brunni (P30) können das Rennen erfolgreich zu Ende fahren.

Fazit: Eine tolle Leistung von unserem Team, nur schade, daß es mit dem Stockerl nicht geklappt hat. Wir fahren gerne mit den Junioren in einem Rennen, aber ein bisschen mehr Abstand zum Elite Rennen wäre wünschenswert.

2.3 - Rennen KT/A/B/C

TEAM:
  • Alex Geith
  • Stefan Hagg
  • Jens Rebel
Bericht von Jens:

Ähnlich der Aussage Bodo Bach´s "Stau ist nur hinten blöd, vorne geht´s" könnte man auch die Lizenzrennen einleitend umschreiben. Diese leidige Erfahrung machten auch wir (mal wieder)... Wir standen zu dritt am Start inmitten des KT/A/B/C-Feldes (Toni musste leider kurzfristig gesundheitlich angeschlagen absagen, versorgte uns dann aber vom Streckenrand mit Flasche und Gel - danke dafür). Einige Tage zuvor noch mit großen Zweifeln: So sind wir im Training noch 2 Runden um die Rennstrecke gefahren und fragten uns sichtlich angeschlagen, wie wir 7 Runden im Elite-Rennen denn durchstehen sollten. Aber nehmen wir es halt mit (Galgen)humor: "Wir haben nichts zu verlieren", "Hauptsache Spaß haben" und "Einfach mal die Hinterräder der uns bekannten C-Fahrer halten".

Vom Start weg ging es schnell und hektisch zu, aber wir konnten uns im Feld einordnen und relativ locker zum Beginn des ersten Anstiegs hinauf nach Attenzell rollen. Stefan konnte sich dafür leider keine ideale Ausgangsposition im Feld erkämpfen, fuhr daher sehr weit hinten in den Anstieg und ließ sich sinngemäß von Bodo Bach belehren. Es geht in die Einerreihe, Lücken reißen auf, man kämpft, beißt, fährt härter als vorne notwendig wäre, aber schafft einfach nicht mehr den Anschluss. Hart, unbarmherzig, undankbar - hoffentlich ist das Lehrgeld nachhaltig investiert.

Alex und ich kommen gut über den Anstieg und hinein in die unspektakuläre zweite Runde. Härter wird es erst in der 3. Runde. Hinter der Bergwertung hinein ins Schambachtal fahren von hinten die Senioren/Junioren auf, die (nur) 1min hinter uns gestartet sind und 4 Runden zu absolvieren haben. Hinauf nach Attenzell wird das Tempo erstmals richtig hart, es wird über die Kuppe gedrückt und Richtung Schelldorf wird durchgezogen. Einerreihe, Vollgas - mit Mühe kann ich irgendwie das Hinterrad von Alex halten. Er wiederrum am Hinterrad vom Swen, der selbst um Anschluss an die zunächst versprengten Kleingruppen sucht. Nach hartem Kampf ist das Feld hinter Schelldorf wieder zusammen, aber unsere (Leidens)Blicke sprechen Bände. Und wir alle wissen, dass wir ja jetzt in Runde 4 sind und für die Senioren/Junioren in unserem Feld nun der Schlusssprint ansteht. Also durchatmen, verstecken, Gel reindrücken, Beine lockern und Kräfte für den Anstieg nach Attenzell bündeln.

Es wird tatsächlich schnell und nach der Zieldurchfahrt unübersichtlich, da doch einige "Finisher" einfach hängen lassen und mitten auf der Straße ausrollen. Die Ausweichmanöver kosten Kraft, nur gut, dass das Elitefeld in Runde 5 wieder einen Gang raus nimmt. Wir fühlen uns immer besser, können miteinander kommunizieren und zeigen uns auch öfters in den vorderen Reihen des Feldes. Der Gedanke wächst, dass wir doch tatsächlich dieses Rennen zu Ende fahren können. Es setzt noch einige Attacken aus dem Feld, doch alle können schnell wieder gekontert werden.

So fahren wir also in geschlossenem Feld (mittlerweile jedoch stark dezimiert und mit unaufholbarem Rückstand auf die Ausreißergruppe an der Spitze) das letzte Mal in den Anstieg hinauf nach Attenzell. Wir waren 6 Runden aufmerksam und fleißig, immer um eine gute Position bemüht. Doch ausgerechnet in der letzten Runde will das nicht klappen bzw. wir tun zu wenig dafür. Wir fahren ganz hinten in der Gruppe in die Rampe - ein Fehler der kaum zu beheben ist. Es zieht sich auseinander, Lücken reißen, krämpfende Teilnehmer bleiben einfach stehen. Auf dem letzten Kilometer hängen wir hintereinander, eine Gruppe hat sich vielleicht 50 Meter abgesetzt. Doch der Sprung will nicht mehr Gelingen - die Lücke ist einfach schon zu groß. Die Beine brennen, wir kämpfen mit letzter Kraft über die Ziellinie. Wir sind sehr zufrieden, so sind wir das Rennen nun also doch komplett gefahren. Umso erfreulicher die spätere Ergebnis-Nachricht: Wir belegen in der C-Klasse die Platzierungsplätze 12 und 13.

4 - Fazit & Ausblick

Bei besten Wetterbedingungen und fairem Wettkampf fahren wir auf heimischem Kurs die nächsten Platzierungen ein. Unsere Farben sind auf und neben der Strecke stark vertreten - das stimmt freudig für die kommenden Veranstaltungen. Weiter geht es für uns u.A. mit dem Alpencup (Amadé RM) am 28. Mai und dem Glocknerkönig am 04. Juni.

Für das RTG,
Matthias & Brunni & Jens

Danke an Fritz Finkel (http://www.frifi-fotografie.de/index.html) und Toni Wolf für die tollen Bilder!