RTG race report: 1. Lauf des AAN-Cross-Cup, Nürnberg, So-23 Okt 2016

Infos zum Rennen:
Der AAN-Cross-Cup 2016 des RC 1913 Wendelstein ist eine Querfeldein Rennserie des „Verein Sportplatz e.V.“ auf dem Gelände der Radrennbahn Reichelsdorfer Keller in Nürnberg mit den folgenden drei Renntagen:

1. Renntag: 23. Oktober 2016
2. Renntag: 20. November 2016
3. Renntag: 11. Dezember 2016

Die Organisation der Rennserie erfolgt durch den RC 1913 Wendelstein. Die Länge des Kurses rund um die Radrennbahn beträgt 2,0 km. Auf dem Kurs befinden sich ein Doppelhindernis und eine Treppe. Weitere Informationen unter http://aan-racing-team.de/ oder Ausschreibung bei rad-net.de.

Rennbericht RTG… Alex, Stefan, Jens:

14.25 Uhr, Infield Radrennbahn Reichelsdorfer Keller, 5 min vor Start: Da standen wir nun also mit unseren fabrikneuen Rädern ohne jegliche Cross-Rennerfahrung inmitten des Elitefeldes der Männer. Dank sei der gelösten Straßen-Rennlizenz 2016, die aufgrund einiger Randbedingungen leider bei keinem von uns in diesem Jahr zum Einsatz kam. So konnten wir uns also nicht in der Hobby-Klasse “warmfahren”, sondern mussten gleich über 60 min mit den “Spezialisten” über den Acker und den umliegenden Parcours pflügen. Diese standen dann auch sinnvollerweise vor uns in der Startaufstellung, wir als “Rest” dahinter…

14.30 Uhr, Start: Die Sonne lacht, fast schon spätsommerlich warm, nahezu perfekte Bedingungen auf der Strecke, recht viele Zuschauer, Rennkommentator im Vogelnest – geile Atmosphäre! Also los geht´s – mit weiteren 30 Crossern im Starterfeld klicken wir nun zum ersten Mal beidseitig ein und düsen durch die ersten Kurven. Es geht zunächst komplett durch das Infield, enge Kurvenkombinationen, dann längere Geraden mit Überholbreite, immer gefolgt von 180°-Kehren, dann das Doppelhindernis – ausklicken, laufen, springen, laufen, springen, laufen, aufspringen, einklicken – ging eigentlich ganz gut, weitere 180°-Kehren, wieder am Startbereich…

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Nun verlassen wir das Infield, vorbei am Depot, ausklicken, Treppen hochjagen, die Stufenhöhen haben es in sich. Oben in loser Erde schnell wieder auf den Bock springen, denn sofort geht es die flache Treppenseite wieder bergab. Im Auslauf endlich auch den zweiten Schuh eingeklickt, das ist auch notwendig, denn es folgt der “steilste” Anstieg der gefahren wird, oben wieder tiefe Erde, einfach durchdrücken… Auf der “Einspurbahn” hinter den Rängen der Radrennbahn geht es weiter, inmitten der Menschenansammlung zur anspruchsvollsten Passage: Bergab durch Erdmassen über eine Holzrampe, leichter “Drop” auf eine Welle und hinein in die fast 180°-Kehre. Wir können die Passage gut meistern, wenn auch zwischen Boden und Felge nur wenig Luft verbleibt.

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Im Waldstück geht es dann zurück, ein paar Wurzeln (die perfekt mit Farbspray markiert sind) können den Adrenalinspiegel ab und an mal wieder steigen lassen, vielmehr strengen aber die vielen kleinen Bodenwellen an – gebremster Vortrieb, zudem unzählige Schläge die vom Hinterrad kommend abgefangen sein wollen. Im Depot zurück ab in den Tunnel, der steil bergab und bergauf schlussendlich wieder ins Innere der Radrennbahn führt. Nächste Runde, Pumpe am Anschlag, Beine brennen, ein Gang raus – auwei, erst 5 min von 60 min geschafft…

Wir halten uns tapfer, fahren relativ nah beinander, aber im hintersten Teil des Feldes den eigentlichen Spezialisten hinterher. Die Spitze überrundet auch irgendwann – was soll´s – vielmehr versuchen wir die Hinterräder in unserem Umfeld zu halten. Leider bei Alex kein Versuch über 60 min, die Strecke setzt seinem Rücken derart zu, dass er das Rennen nicht zu Ende fahren kann. Aber er feuert uns noch Runde für Runde tatkräftig an. Genauso machen dies Lena & Tobias, immer wieder ertönen aufmunternde Rufe von ihnen und das von vielen Teilen der Strecke. Zudem schießen sie ein paar Tolle Bilder und Videos – vielen lieben Dank dafür!!!

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Stefan und ich spulen unsere Runden ab. Die Kräfte schwinden, auch bei uns macht sich der Rücken mehr und mehr bemerkbar. Nach vorne geht nichts mehr – spätestens nach meinem Sturz vor dem Doppelhindernis (ja man kann sich selbst ein Bein stellen) ist die Luft raus. Zu Ende fahren, Konzentration wahren, die Erfahrungen mitnehmen… Am Ende reicht dies für die Plätze 27 und 28 🙂

Summa summarum hätte es für uns besser laufen können. Aber es kommen ja noch zwei weitere Rennen. Und nun kennen wir die Strecke, unser Rad und unsere Fähigkeiten doch deutlich besser…

Aber in jedem Fall: Tolle Organisation, nette Leute, prima Atmosphäre und top Wetter auf einer abwechslungsreichen Strecke – Bravo!

In einem Monat sehen wir uns hier wieder… vorher geht´s nach München zum Rapha Super Cross!

Für´s RTG,
Jens
P.S.: Bildervorschau! Entschuldigt bitte die etwas schlechtere Qualität. Sobald verfügbar, werden besser aufgelöste Bilder nachgereicht…