Ammersee Triathlon – Landesliga

Öfters mal was neues. So könnte das Motto für den 2. Wettbewerb in der Landesliga Süd lauten. Dieses Mal ging es „nur“ über die Sprintdistanz. Doch bekanntlich ist die Geschwindigkeit das Gift. Da dieses Mal nur Teilnehmer der Landesliga mit uns starteten war es ein Rennen auf hohem Niveau wie sich später heraus stellen sollte. Zuerst einmal fuhren wir wieder aufgeteilt auf 3 Autos Richtung Dießen am Ammersee. Das erste „Teamtreffen“ fand auf der A9 in der Baustelle statt, als wir Markus überholten und fröhlich winkten. Nachdem wir uns alle noch mit ein wenig Charme an den Feuerwehrleuten durchgemogelt hatten, trafen wir uns schließlich am Ammersee Gymnasium. Uns, das sind dieses Mal Olaf, Reinhard, Stefan, Markus, Tom und ich. Sebastian hatte aufgrund der Hochzeit seiner Schwester eine gute Ausrede. Bei recht heißem Wetter richteten wir unsere Wechselzone im Schulhof ein. Nachdem Tom den BTV Wettkampfordnern ihr eigenes Regelwerk bezüglich Ausrüstung erklärt hatte, waren wir soweit alle startklar. Als wir noch brav die Wettkampfbesprechung angehört hatten, gingen wir Richtung Ammersee zum Start.

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Dieser hat als beinahe Gebirgssee eine Wasserqualität, die Ihresgleichen sucht. Für den einen oder anderen von uns war das Neoprenverbot keine erfreuliche Nachricht, während unsere guten Schwimmer natürlich davon profitierten. Die 750 Meter Schwimmstrecke legten mal wieder Olaf und Tom als schnellste zurück, gefolgt von Markus, mir, Reinhard und Stefan. Die in etwa 400 Meter Laufstrecke bis zur Wechselzone waren ein bisschen holprig und dank einer Bahnunterführung mit Stufen auch ein wenig fordernd.
Nun kam die große Unbekannte für die meisten von uns: 20 Kilometer Radfahren mit Windschattenfreigabe. Hier hatten die guten Schwimmer einen klaren Vorteil, da sie in den schnellen Gruppen mitfahren konnten. Ich konnte leider nach 1,5 von 5 Runden meiner Gruppe nicht mehr folgen und musste daraufhin 2 Runden alleine fahren bis Reinhards Gruppe mich einsammelte. Alle anderen fanden mehr oder weniger Gruppen, in denen sie gut mitfahren und somit Kräfte für das Laufen schonen konnten. Da die Strecke eine 180 Grad Kurve sowie einen Kreisel beinhaltete sah man schnell, dass Triathleten am Werke waren, die fast schon traditionell nicht die beste Fahrtechnik aufweisen. Wir konnten uns durch das Training im RTG den einen oder anderen fahrtechnischen Vorteil erarbeiten. Durch die Streckenführung sah man nahezu ständig jemanden von seinem Team, was jeweils Anfeuerungsrufe zur Folge hatte. Olaf konnte in der Spitzengruppe mithalten und kam somit als erster auf die Laufstrecke, dicht gefolgt von Tom in der zweiten Gruppe. Danach kam Markus, dem die Sprintdistanz zu liegen scheint. Anschließend fuhren Reinhard und ich zusammen in einer Gruppe ein, Stefan folgte kurz darauf.

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Die nun folgenden 5 Laufkilometer auf einer 1 Kilometer langen Runde hatten es brutal in sich und zeigten, wer beim Radfahren Kräfte gespart hatte. Viele Wellen und Kurven sowie ständig wechselnder Untergrund waren in Verbindung mit der immer stärker werdenden Hitze eine echte Herausforderung zum Schluss. Hier überholte mich Reinhard noch, der im Rennen immer weiter nach vorne rutschte und seine gute Form wieder einmal unter Beweis stellte. Das restliche Team kam in derselben Reihenfolge wie es beim Laufen startete ins Ziel.

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Besonders hervorheben möchte ich Olaf seinen starken 9. Gesamtrang sowie seinen 1. Platz in seiner Altersklasse. Auch Tom und Markus sicherten sich jeweils mit dem 3. Platz in ihrer Altersklasse ein Besuch auf dem Stockerl. Ob es ihm gefällt oder nicht war ihm nicht ganz klar, aber wir stellten mit Reinhard den ältesten Teilnehmer im gesamten Feld, Respekt vor dieser Leistung!

Die schönste Belohnung für uns alle ist, wie stark unser Teamspirit durch die Ligawettkämpfe geworden ist, was sich bei einem gemütlichen Ausbaden im Ammersee am Anschluss mal wieder gezeigt hat. Für kein Geld der Welt möchte ich von dieser Truppe weg!

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Auch noch ein herzliches Dankeschön an Markus Freundin Julia, die sowohl als Fotografin als auch als mentale Unterstützung am Streckenrand eine echte Bereicherung an diesem Tag war. Diesen Samstag folgt das nächste und letzte Rennen in der Landesliga. Dieses Mal geht es nach Grassau. Wir werden wieder berichten, bleibt neugierig.

Fürs TriTeam,

Max