Trainingslager Toskana 2016

Am 16. April startete eine große Gruppe Gaimersheimer Rennradler zum gemeinsamen Trainingslager in die Toskana. Verteilt auf diverse VW – Busse und PKW´s machten sich Helmut, Klaus,  Guido, Rebecca, Jochen, Ralf, Walther, Dionys, Wolfgang, Wolfi, Peter, Reinhard, Werner, Lorenz, Koni&Ingrid, Daniel, Rosi&Herbert , Lissi&Dieter und Norman auf den 850km langen Weg zum Hotel Belvedere bei Casino di Terra.

Da noch am selben Tag die erste Traingsausfahrt geplant war starteten die meisten bereits gegen 2Uhr nachts. Der frühe Start machte sich dann auf dem Rennrad allerdings schnell bemerkbar. Ganz nach dem Motto lieber kurz und heftig wurden die Kohlenhydrat-Speicher bereits nach 8km Gesamtstrecke und 2km Steigung mit 18% in Guardistallo aufgefüllt. Nach einigen Litern Rotwein und diversen Fleisch und Nudelgerichten kamen dann doch noch akzeptable 80km und 900hm zustande.

Der 2te Tag mit 122km und 1800hm durch herrliche Landschaft war dann schon wesentlich anspruchsvoller wurde aber von allen relativ problemlos bewältigt. Einem unserer Neuzugänge wurde im Laufe der Etappe dann auch bewußt das 32er „Stollenreifen“ auf asphaltierten Wegen doch nicht die richtige Wahl sein können. Nach 150km und 1800hm am dritten und 128km und 2200hm am vierten Tag war die Bereitschaft einiger Rennradler dann allerdings etwas geringer, Führungsarbeit in der Gruppe zu übernehmen, was aber durch die hervorragenden Rotweine und Italienischen Speisen in verschieden Restaurants zu keinen nenneswerten Ausfällen führte. Anscheinend war aber einigen die Anstrengungen der vergangenen Tage so sehr anzumerken das der Ober in Layatico uns eine Torte in der Größe eines 53er Kettenblatts für 30 Euro unterjubeln konnte !—-

Der „Ruhetag“ am 5.Tag steigerte mit 80km und 900hm zwar nicht wesentlich den Kilometerstand aber dafür in der Mittagspause, die am Meeresstrand bei Bibbona di Mare stattfand, den Umsatz an alkoholischen Getränken. Einige besonders Harte nutzten die Pause auch um im noch sehr frischen Mittelmeer eine Schwimmeinheit einzulegen. Der 6te Tag mit 145km und 2500hm wurde dann von einigen, die mit den doch ziemlich anspruchsvollen Strecken nicht ganz ausgelastet waren, dazu benutzt, auch ihre Arm- und Brustmuskulatur zu trainieren. Gottseidank erklärte sich in unserer Gruppe eine weibliche Rennradlerin bereit den ein- oder anderen Tritt an den Steigungen auszulassen um von den besonders Motivierten geschoben zu werden.

Respekt auch unserem „Oldie“ der mit seinen 69 Lenzen alle Höhenmeter ohne Murren und mit runden Tritt absolvierte und manchem Jüngeren das Erstaunen ins Gesicht trieb. Engländer sind halt aus einem besonderem Holz geschnitzt.  Abgerundet wurde der 6te Trainingstag mit einer Weinprobe am Abend in Bibbona geleitet von einem ehemaligem Schweizer Militär Atache der sehr erstaunt war das bereits bei der Geschmacksprobe alle Weinflaschen geleert waren aber dafür durch entsprechende Bestellungen entschädigt wurde. Der 7te Trainigstag stand ganz im Zeichen der verfrühten Abreise aufgrund des schlechten Wetterbrichts für Samstag den 23.April. Trotzdem kamen bei den meisten nochmal 80km und 900hm zusammen.  Der überstürzte Aufbruch führte aber dazu das 2 ihren Personalausweis an der Rezeption hinterlegten und darauf vertrauten das die Grenzkontrollen in letzter Zeit doch wieder etwas reduziert wurden.

Alles in Allem aber ein gelungenes Trainingslager mit herrlicher Landschaft, überwiegend sonnig mit Temperaturen um die 20Grad, Sturz- und pannenfreien Ausfahrten und Höhenmetern satt. Nicht ganz optimal die abendliche Verpflegung die aber wenigsten durch die Reize der italienischen  Bedienung die in Heidelberg studiert hat (zu später Stunde an der Hotelbar erfahren????) zumindest bei den männlichen Teilnehmern wieder wettgemacht wurde. Die letzten 6 Verbliebenen die von der allgemeinen Aufbruchshektik nicht angesteckt wurden  entschädigte die Hotelleitung wenigstens mit einer Abschiedstorte und Sekt.

Verbesserungswürdig ist auf alle Fälle die Teilnahme der abendlichen Tagesbesprechung an der Hotelbar. Aber es war ja mit Sicherheit nicht das letzte Trainingslager der Gaimersheimer Rennradler.

Grüsse,
Werner

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