Maratona dles Dolomites – So, 05.07.2015

RTG 2015: Maratona dles Dolomites, Corvara, Italien
Bericht von Stefan Hagg

Der Maratona dles Dolomites – ein echtes Highlight im Gaimersheimer Rennkalender. Eine Superlative in jeglicher Hinsicht: Die Strecke geht 138 km und 4230Hm über sieben Pässe quer durch die Dolomiten (siehe Streckenprofil in der Bildergallerie am Ende). Die Organisation ist einfach unglaublich. Alle Straßen gesperrt, 138km! Dazu Live-Übertragung mit Hubschrauber im italienischen Fernsehen. Schon beeindruckend, was die Italiener da auf die Beine stellen.

Anstatt des üblichen Pasta-Gutscheins gibt es fünf Gutscheine: Pasta, Schnitzel, Apfelstrudel, Bier und Kaffee. Keine Sorge, man kann sich aber auch 5x Bier holen 😉
Im Normalfall eignet sich das Souvenir ja nur zum Kette putzen, hier ist es jedoch ein hochwertiges Trikot samt Weste von Castelli.

Anzahl an Starter: >9000

RTG und Gäste… insgesamt 11 Starter:
Werner H., Jürgen B., Brunni, Jens R., Ingrid B., Konrad B., Michael S., Thomas K., Stefan H., Rainer W. (Gast), Benny W. (Gast)

Bericht:
Für mich begann der Maratona eigentlich schon im letzten Jahr. Da hatte ich mich um einen Startplatz bemüht, aber keinen bekommen. Heuer hatte ich spaßeshalber die ganze Verwandschaft angemeldet. Natürlich ist keiner bei der Verlosung gezogen worden. Wobei der statistische Nachweis, dass es da nicht mit rechten Dingen zugeht mir dann doch zu teuer war (jedes Los 2€).

Umso mehr hab ich mich gefreut, als die Email vom Hubert kam und mit ihr die Möglichkeit für das Radteam Aichach zu starten. Der Zwang drei Nächte zu buchen empfand ich im Nachhinein als Glücksgriff. Kaum Stress bei An-und Abreise, mehr Zeit für das Gesellige und auch mal die Gelegenheit den Kopf abzuschalten. So hab ich auch mal ein paar Berge gesehen. Schönere als in den Dolomiten wird man meiner Meinung nach nirgendwo finden.

Wäre nur das Rennen gewesen, ich könnte mich wohl nur noch daran erinnern wie mein Tacho ausschaut. Denn der Tunnelblick setzte relativ früh ein. Schon am Pordoi musste ich mich von den Aichachern rüffeln lassen: “Jetzt nehmen uns die Gaimersheimer schon die Startplätze weg und grüßen nicht mal!” (Lieber Olaf: Wer richtig fährt, kann nicht mehr gleichzeitig reden.)

Ab Pordoi war der Verkehr überwunden und es lief fantastisch. So ganz ohne Verkehr und bei dem Wetter ist die Strecke einfach ein Traum. Dann kam der Giau und mit ihm der Einbruch. Danach bekam ich einfach keinen Druck mehr aufs Pedal. Als ich in LaVilla die 6h passiert hatte (für Startblock 2 benötigt man eine Zeit < 6h), war die Luft raus und ich bin bis Corvara ausgerollt…

Wie es den anderen gegangen ist?
Brunni hatte leider einen Speichenbruch, direkt am Start. Das hat ihn aber nur kurz gebremst. Mit neuem Hinterrad hatte er mich am Grödnerjoch schon wieder abgefangen.

Werner und Jürgen haben eine unglaubliche Zeit abgeliefert und können nächstes Jahr von ganz vorne starten.

Jens hat sich ebenfalls stark verbessert, das bedeutet für das nächste Jahr Block zwei.

Michael hatte leider bei der Abfahrt einen Platten und kam dadurch zu Fall. Er hat jedoch die Zähne zusammengebissen und ist trotzdem noch die lange Strecke zu Ende gefahren.

Ingrid scheint mir gut in Form zu sein. Als ich sie am Berg überholt hab, hat sie munter mit irgendwelchen Leuten geratscht. Da seh´ ich schwarz für Werner in Kelheim…

Was mir sonst noch in Erinnerung geblieben ist?
Allen voran Hubert Stöffel. Alles zu organisieren, für 110 Starter, dazu noch der Umtrunk am Samstag… An der Stelle nochmal im Namen des Vereins ein herzliches “Vergelt’s Gott”.

Und dank Jürgen wie man Fürbitten erstellt! Daher mein abschließendes Wort zum Sonntag: “Lieber Gott, mach dass die Münchner weniger Startplätze bekommen und nicht wir…”

Stefan

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